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Informationen für Eltern

Liebe Eltern,
Bei Ihrem Kind wurde vom Arzt eine Neurodermitis festgestellt. Die Erkrankung wird von Medizinern auch als „atopische Dermatitis“ oder „atopisches Ekzem“ bezeichnet.

Die Neurodermitis kann eine große Belastung für Kinder und Eltern darstellen, besonders wenn sie schwer verläuft. Häufig ist sie jedoch auch mild und verliert sich bis zur Pubertät. Gerade nach der Diagnosestellung, aber auch im täglichen Leben, begleiten die Sorgen um das Kind viele Familien auf Schritt und Tritt.

Wenn Sie auf der Suche nach Hilfe sind, treffen Sie auf verschiedenste Informationsquellen. Diese enthalten oft ungenaue oder gar falsche Angaben aus unsicheren Quellen.

In dieser Broschüre finden Sie, kurz zusammengefasst, die wichtigsten Informationen, die Ihnen und Ihrem Kind helfen sollen, den Alltag mit der Neurodermitis besser und mit größerer Sicherheit zu bewältigen. Die Informationen beruhen nicht auf individuellen Meinungen oder Erfahrungsberichten Einzelner, sondern auf gesicherten medizinischen Erkenntnissen sowie Erfahrungen zweier großer Neurodermitis- Ambulanzen.

Wichtig: Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, Ihren Arzt darauf anzusprechen!

  • Woher kommt die Neurodermitis?
  • Auslöser von akuten Neurodermitis-Schüben
  • Verstärkungsfaktoren im täglichen Leben
  • Behandlung der Neurodermitis
    •  Basistherapie
      • Cremen
      • Baden/Duschen
    • Behandlung bei aktuem Neurodermitis-Schub
  • Juckreiz
  • Prognose und Aussicht
  • Alternative Heilverfahren
  • Internetadressen

Herzlichen Dank an:
Dr. Lange von Marienhospital in Bonn für die wissenschaftliche Beratung,
Teilnehmende Kinderärzte unser Fortbildungsseminare für wertvolle Anregung aus der Praxis

Woher kommt die Neurodermitis?

Neurodermitis ist vor allem eine Erkrankung der Haut. Die Haut von Neurodermitis-Patienten ist durch eine Störung durchlässiger als bei anderen Menschen. Man spricht medizinisch von einem „Barriere-Defekt“ (siehe Abbildung).

Der Haut fehlen wichtige Hautfette, sie verliert mehr Wasser und trocknet daher leichter aus.

Die Veranlagung hierzu ist angeboren: Wenn Eltern oder Geschwister eine Neurodermitis haben, ist das Risiko höher, dass ein Kind daran erkrankt.

Dies bedeutet vor allen Dingen: Niemand trägt die Schuld, wenn sein Kind an Neurodermitis erkrankt.

Ernährung und Stillen, Umwelt, Chemikalien, Stress oder Impfungen können die Neurodermitis nicht verursachen.

Da bei Patienten mit Neurodermitis die Hautbarriere gestört ist, reagiert sie auch stärker auf Reize wie Reibung oder Wärme, die die gesunde Haut normalerweise nicht stören würden.

In der Haut sind Zellen des körpereigenen Abwehrsystems. Durch die Barrierestörung kommen sie leichter mit Allergieauslösern in Kontakt.

In der Haut sind Zellen des körpereigenen Abwehrsystems. Durch die Barrierestörung kommen sie leichter mit Allergieauslösern in Kontakt.

Ob und wie stark die Symptome auftreten, ist von Mensch zu Mensch und von Zeit zu Zeit ganz unterschiedlich und hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Jeder hat „seine“ eigene Neurodermitis, d. h. was für Ihr Kind vorteilhaft ist, muss bei einem anderen nicht zwangsläufig auch gut wirken.

Zudem kann das, was vor ein paar Monaten geholfen hat, jetzt wirkungslos bleiben.